Lachgas

Lachgas, Analgesie, Narkose

Lachgas? Für Leute mit (zu viel...) Nerven!

Was ist es? Wie wirkt es?

In vielen Ländern wird es routinemässig verwendet, auch im Krankenwagen bei Herzinfarktpatienten. Es ist ein farb- u. leicht süsslich riechendes Gas, nicht brennbar & schwerer als Luft. Es wird immer zusammen mit genügend Sauerstoff verabreicht. Eine Lachgasbehandlung ist keine Totalnarkose, die lebenswichtigen Reflexe werden nicht unterdrückt (Atmung /Schlucken), teilweise aber vermindert (Brechreiz). Es wirkt im Gehirn so lange es eingeatmet wird, indem es die körpereigenen Opiatrezeptoren besetzt, d.h. es wirkt schmerzlindernd und halluzinogen (wie Morphium in geringer Dosis). Es wird also im Körper nicht verbraucht und nicht abgelagert. Atmung & Herz-Kreislauf werden nicht belastet, eher etwas entlastet (vertiefte Atmung & Abschwächung d. Herzkraft). Epileptische Anfälle treten nicht auf und die Fähigkeit nach der Narkose autozufahren ist nicht eingeschränkt (kein «Kater»). Ausserdem ist es nicht allergiesierend.

Warum eine Lachgassedation?

  • angstlösend
  • schmerzlindernd
  • beruhigend
  • stark verminderter Brechreiz
  • das Zeitgefühl geht verloren
  • immer noch ansprechbar
  • amnestisch (Vergessen d. Behandlung)
  • ruhigere Pat. (Bewegungen) Parkinson/Zittern

Die Nebenwirkungen sind dosisabhängig

  • Kribbeln d. Finger/Hände/Füsse
  • schwerer scheinende Glieder
  • warmer Bauch
  • schwebendes Gefühl
  • immer noch ansprechbar
  • hypnotisierende/halluzinogene Wirkung (optische & akustische Effekte)*
  • euphorisierende Wirkung/«Lachgas»

In zu hohen Dosen können folgende Wirkungen auftreten:

Diese Wirkungen einer Überdosierung werden Sie in unserer Praxis kaum erreichen!

  • wenn Sie in demoralisierter Verfassung sind: Verstärkung
  • Gefühl der Nacktheit, Gefühl der Berührung zwischen den Beinen
  • Übelkeit